Abgrenzung zu anderen Interventionsformen


Coaching ist ein schillernder und zugleich diffuser Begriff, der vielfach verwendet wird. Eine einheitliche Definition steht aus, obwohl immer wieder Stimmen danach laut werden. Deutschlands führender Coaching-Experte Christopher Rauen bringt das Grundproblem auf den Punkt: „‚Das Coachingʻ gibt es nicht und nicht alles, was ‚Coachingʻ genannt wird, ist auch ein solches.“

Hier deshalb noch einmal mein Coaching-Verständnis:

Unter Coaching verstehe ich eine zeitlich begrenzte, eigenverantwortliche und methodengeleitete, ressourcen- und lösungsorientierte Prozessbegleitung zur persönlichen Weiterentwicklung auf freiwilliger Basis.

Die Definition und auch Abgrenzung zu anderen Interventionsformen ist zudem schwierig, da es verschiedene Interventionsformen gibt, die dem Coaching sehr ähnlich sind, teilweise im Sprachgebrauch sogar synonym verwendet werden. Angelehnt an die bisher bestehende Fachliteratur fasse ich daher hier die zentralen Unterschiede zu verwandten Interventionsformen zusammen.

Abgrenzung zu anderen Interventionsformen


Coaching ist ein schillernder und zugleich diffuser Begriff, der vielfach verwendet wird. Eine einheitliche Definition steht aus, obwohl immer wieder Stimmen danach laut werden. Deutschlands führender Coaching-Experte Christopher Rauen bringt das Grundproblem auf den Punkt: „‚Das Coachingʻ gibt es nicht und nicht alles, was ‚Coachingʻ genannt wird, ist auch ein solches.“

Hier deshalb noch einmal mein Coaching-Verständnis:

Unter Coaching verstehe ich eine zeitlich begrenzte, eigenverantwortliche und methodengeleitete, ressourcen- und lösungsorientierte Prozessbegleitung zur persönlichen Weiterentwicklung auf freiwilliger Basis.

Die Definition und auch Abgrenzung zu anderen Interventionsformen ist zudem schwierig, da es verschiedene Interventionsformen gibt, die dem Coaching sehr ähnlich sind, teilweise im Sprachgebrauch sogar synonym verwendet werden. Angelehnt an die bisher bestehende Fachliteratur fasse ich daher hier die zentralen Unterschiede zu verwandten Interventionsformen zusammen.

 

Psychotherapie


Bei der Psychotherapie handelt es sich laut des Psychologen Siegfried Greif um „eine Behandlung psychischer oder psychisch bedingter Störungen“ (Greif 2008: 63). Letztlich geht es darum, den Patienten zu heilen. Dazu findet eine intensivere Auseinandersetzung mit Problemen statt. Es werden folglich Probleme thematisiert, während im Coaching die Lösungen im Fokus stehen. Eine Psychotherapie scheint mir vor allem dann erforderlich, wenn der Klient im Coaching mit verschiedenen Ansätzen nicht mehr in den Lösungsraum geführt werden kann. 


Beratung


In der Beratung wird laut Rauen fachliche Expertise eingesetzt, um die Person, die beraten wird, zu unterstützen. Der Berater entwickelt Vorschläge zur Prozess- und Ergebnisverbesserung, es werden also Ratschläge formuliert. Diese sind in einem Coaching-Kontext hingegen nicht vorgesehen. Der Berater löst also möglichst das Problem und ist mit seiner fachlichen Expertise der Experte, während im Coaching der Klient der Experte (in seinem System) ist.


Training


Beim Training geht es darum, sich Wissen und/oder Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich anzueignen. Der Trainer ist Experte darin und schult seine Trainings-Teilnehmer. „Training dient dem gezielten Auf- und Ausbau bestimmter Verhaltensweisen, d. h. es steht meist das Erlernen eines für entsprechende Situationen ‚idealenʻ Ablaufmusters im Vordergrund“, fasst Rauen zusammen.


Mediation


Mediation ist in Deutschland sogar per Gesetz definiert. Mediation ist laut Art. 1 § 1 MediationsG „ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.“ Es wird deutlich, dass für eine Mediation mindestens zwei Parteien erforderlich sind, die sich in einem Konflikt befinden, mit dem Ziel, diesen Konflikt beizulegen. Der Mediator vermittelt also zwischen sich streitenden Parteien, es geht um Schlichtung.


Supervision


Bei der Supervision wird ein Blick auf den Prozess geworfen. Die Arbeit im Sinne des Prozesses wird reflektiert. In unserer sich ständig wandelnden und immer komplexer werdenden Arbeitswelt ist dies von besonderer Bedeutung.


Mentoring


Beim Mentoring handelt es sich um die Förderung einer Person, indem eine andere erfahrene Person ihr Wissen mit dem Mentee teilt und ihn in Netzwerke einführt. „Der Mentor ist primär durch seine Erfahrungen und Position zu seiner Rolle prädestiniert und nicht durch eine spezielle Ausbildung“, so Greif zur Qualifikation.

Coaches hingegen nehmen laut Sigrid Rotering-Steinberg eine neutrale Rolle ein und unterstützen den Klienten lediglich dabei, selbst eine Lösung zu finden. Sie beziehen „die Situation, die Person und das Umfeld des zu Coachenden systemisch mit ein“. Beispielsweise qualifiziert sie dafür eine Ausbildung. Eine solche Kompetenz müssen Mentoren nicht mitbringen.


Psychotherapie


Bei der Psychotherapie handelt es sich laut des Psychologen Siegfried Greif um „eine Behandlung psychischer oder psychisch bedingter Störungen“ (Greif 2008: 63). Letztlich geht es darum, den Patienten zu heilen. Dazu findet eine intensivere Auseinandersetzung mit Problemen statt. Es werden folglich Probleme thematisiert, während im Coaching die Lösungen im Fokus stehen. Eine Psychotherapie scheint mir vor allem dann erforderlich, wenn der Klient im Coaching mit verschiedenen Ansätzen nicht mehr in den Lösungsraum geführt werden kann. 


Beratung


In der Beratung wird laut Rauen fachliche Expertise eingesetzt, um die Person, die beraten wird, zu unterstützen. Der Berater entwickelt Vorschläge zur Prozess- und Ergebnisverbesserung, es werden also Ratschläge formuliert. Diese sind in einem Coaching-Kontext hingegen nicht vorgesehen. Der Berater löst also möglichst das Problem und ist mit seiner fachlichen Expertise der Experte, während im Coaching der Klient der Experte (in seinem System) ist.


Training


Beim Training geht es darum, sich Wissen und/oder Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich anzueignen. Der Trainer ist Experte darin und schult seine Trainings-Teilnehmer. „Training dient dem gezielten Auf- und Ausbau bestimmter Verhaltensweisen, d. h. es steht meist das Erlernen eines für entsprechende Situationen ‚idealenʻ Ablaufmusters im Vordergrund“, fasst Rauen zusammen.


Meditation


Mediation ist in Deutschland sogar per Gesetz definiert. Mediation ist laut Art. 1 § 1 MediationsG „ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.“ Es wird deutlich, dass für eine Mediation mindestens zwei Parteien erforderlich sind, die sich in einem Konflikt befinden, mit dem Ziel, diesen Konflikt beizulegen. Der Mediator vermittelt also zwischen sich streitenden Parteien, es geht um Schlichtung.


Supervision


Bei der Supervision wird ein Blick auf den Prozess geworfen. Die Arbeit im Sinne des Prozesses wird reflektiert. In unserer sich ständig wandelnden und immer komplexer werdenden Arbeitswelt ist dies von besonderer Bedeutung.


Mentoring


Beim Mentoring handelt es sich um die Förderung einer Person, indem eine andere erfahrene Person ihr Wissen mit dem Mentee teilt und ihn in Netzwerke einführt. „Der Mentor ist primär durch seine Erfahrungen und Position zu seiner Rolle prädestiniert und nicht durch eine spezielle Ausbildung“, so Greif zur Qualifikation.

Coaches hingegen nehmen laut Sigrid Rotering-Steinberg eine neutrale Rolle ein und unterstützen den Klienten lediglich dabei, selbst eine Lösung zu finden. Sie beziehen „die Situation, die Person und das Umfeld des zu Coachenden systemisch mit ein“. Beispielsweise qualifiziert sie dafür eine Ausbildung. Eine solche Kompetenz müssen Mentoren nicht mitbringen.

Meine Vision


Ist eine Welt, die so viel reicher ist, einfach weil wir wieder gelernt haben, uns mit uns selbst zu verbinden, unser wahres Ich zu leben und so tiefe Verbindungen mit unseren Mitmenschen eingehen können. Es ist eine bunte Welt voller erblühter Menschen.

Es macht mich traurig, zu sehen, wie viele als Knospe verharren und niemals zu ihrer wahren Schönheit gelangen. Bei mir geht es ums Erblühen. Ich unterstütze dich dabei, so mit dir umzugehen, dass deine Blüte in den schönsten Farben und Formen erstrahlt. Weil DU es verdient hast, kraftvoll dein Leben zu genießen!

 

Quellen

Belardi, Nando (2005): Supervision. Grundlagen, Techniken, Perspektiven, 2. Aufl., München: C. H. Beck.

Greif, Siegfried (2008): Coaching und ergebnisorientierte Selbstreflexion. Theorie, Forschung und Praxis des Einzel- und Gruppencoachings, Göttingen: Hogrefe.

Grimmer, Bernhard/Neukom, Marius (2009): Coaching und Psychotherapie. Gemeinsamkeiten und Unterschiede – Abgrenzung oder Integration? Wiesbaden: VS Verlag.

Hausinger, Brigitte (2008): Supervision. Organisation – Arbeit – Ökonomisierung, München/Mering: Rainer Hampp Verlag.

MediationsG, 21.07.2012, Art. 1, §1, Abs. 1.

Rauen, Christopher (2003): Coaching. Innovative Konzepte im Vergleich, 3. Aufl., Göttingen u. a.: Hogrefe.

Rauen, Christopher (2008): Coaching, 2. Aufl., Göttingen: Hogrefe (= Praxis der Personalpsychologie, Bd. 2).

Rotering-Steinberg, Sigrid (2009): Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Coaching und Mentoring, in: Stöger, Heidrun/Ziegler, Albert/Schimke, Diana (Hrsg.): Mentoring: Theoretische Hintergründe, empirische Befunde und praktische Anwendungen, Lengerich: Pabst Science Publishers, S. 31–51.

Quellen

Belardi, Nando (2005): Supervision. Grundlagen, Techniken, Perspektiven, 2. Aufl., München: C. H. Beck.

Greif, Siegfried (2008): Coaching und ergebnisorientierte Selbstreflexion. Theorie, Forschung und Praxis des Einzel- und Gruppencoachings, Göttingen: Hogrefe.

Grimmer, Bernhard/Neukom, Marius (2009): Coaching und Psychotherapie. Gemeinsamkeiten und Unterschiede – Abgrenzung oder Integration? Wiesbaden: VS Verlag.

Hausinger, Brigitte (2008): Supervision. Organisation – Arbeit – Ökonomisierung, München/Mering: Rainer Hampp Verlag.

MediationsG, 21.07.2012, Art. 1, §1, Abs. 1.

Rauen, Christopher (2003): Coaching. Innovative Konzepte im Vergleich, 3. Aufl., Göttingen u. a.: Hogrefe.

Rauen, Christopher (2008): Coaching, 2. Aufl., Göttingen: Hogrefe (= Praxis der Personalpsychologie, Bd. 2).

Rotering-Steinberg, Sigrid (2009): Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Coaching und Mentoring, in: Stöger, Heidrun/Ziegler, Albert/Schimke, Diana (Hrsg.): Mentoring: Theoretische Hintergründe, empirische Befunde und praktische Anwendungen, Lengerich: Pabst Science Publishers, S. 31–51.