Wie Du von Deinen innneren Antreibern profitierst

Christinabewusst & erfüllt lebenKommentar hinterlassen

Es gibt viele Gründe für unser Handeln, z.B. unsere Bedürfnisse, Werte und Träume. Innere Antreiber sind unbewusste Glaubenssätze, die uns belasten oder unterstützen können. Dominieren sie Dein Leben, sind Stress und Druck Deine ständigen Begleiter. Wenn Du von ihnen profitieren willst, dann nutze die folgenden Herangehensweisen und mache die Antreiber zu Deinen Verbündeten.

In der Transaktionsanalyse wird von fünf Antreibern ausgegangen:

  • Sei perfekt!
  • Beeil Dich!
  • Streng Dich an!
  • Mach es allen recht!
  • Sei stark!

Jeder von uns hat diese Antreiber, die sich in der Kindheit entwickeln. Sie sind bei jedem individuell stark ausgeprägt und können sowohl leistungsfördernd als auch leistungsmindernd oder gar gesundheitsgefährdend wirken. Sie können also hilfreich oder hinderlich für uns sein. Ein hoher Anspruch ist dabei nicht per se schlecht, sondern entscheidend ist, wie er sich insgesamt auf uns auswirkt und ob er uns das Leben eher schwer macht, als das er uns auf gesunde Art und Weise wachsen lässt.

Vielleicht sprang Dich gerade beim Lesen der Sätze schon einer besonders an. Vielleicht spielen auch mehrere für Dich eine zentrale Rolle.

Um die Antreiber für Dich noch greifbarer zu machen, habe ich einige Beispiele für Dich. Wenn Du allerdings sofort den Test absolvieren und Deinen Umgang mit Deinem zentralen Antreiber bewusst gestalten möchtest, sodass Du von ihm profitierst, dann gelangst Du hier bereits zum Test und der anschließenden Übung.

Wie die inneren Antreiber unser Leben beeinflussen

Angenommen ein Junge, nennen wir ihn Karl, hört von seinen Eltern immer wieder: „Du musst Dich anstrengen, damit mal etwas aus Dir wird!“ (Was auch durchaus aus einer positiven Intention heraus erfolgen kann) Seine Eltern arbeiten sehr viel und sind emotional für den kleinen Karl nicht ausreichend verfügbar.
Jahrzehnte später sitzt Karl nun womöglich an einem dicken Schreibtisch in seinem eigenen großen Büro. Seinen Erfolg kann er jedoch nicht genießen, weil er sich innerlich immer wieder ermahnt: „Streng Dich an!“ Er hat viel dank seines inneren Antreibers erreicht. Doch zugleich gibt dieser keine Ruhe, denn unbewusst dominiert er weiterhin Karls Leben, auch wenn er längst nicht mehr bei seinen Eltern wohnt, die ihm diesen vermittelt haben.

Dies ist nur ein Beispiel. Wie ein Antreiber ausgelebt wird, das kann von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein.

Als ich das Konzept der inneren Antreiber vor vielen Jahren in meiner ersten Coachingausbildung kennengelernt habe, hat dies für mich vieles verändert. Seitdem habe ich meinen Umgang mit meinen inneren Antreibern weiterentwickelt und es ist mir mittlerweile quasi in Fleisch und Blut übergegangen, sie als Verbündete zu nutzen.
Beispielsweise versuche ich heute nicht länger, es allen recht zu machen – eine ohnehin unmögliche Aufgabe, an der jeder nur scheitern kann.
Doch erst als ich mir dessen bewusst wurde, konnte ich mich konstruktiv mit meinem Antreiber auseinandersetzen.

Jeder Antreiber hat Vor- und Nachteile. Kennst Du Deine Antreiber, kannst Du bewusst ihr Potenzial nutzen und einen konstruktiven Umgang mit ihnen entwickeln.

Heute weiß ich, worauf ich zu achten habe. So ist bei mir beispielsweise der Antreiber „Mach es allen recht“ bei weitem nicht mehr so dominant wie früher. Falls er sich in gewissen Situationen deutlich(er) meldet, weiß ich, wie ich mit ihm umgehen kann. So überprüfe ich beispielsweise: „Wer sind diese Menschen? In welcher Beziehung stehen wir zueinander? Und was für Konsequenzen hat ihre Meinung über mich realistischerweise für mich?“
Dies ist eine der Herangehensweisen, die ich für mich entwickelt habe und die für mich sehr gut funktioniert.
Außerdem habe ich mir den Erlauber formuliert: „Nur wenn es mir gut geht, kann ich dafür sorgen, dass es anderen gut geht. Ich darf mich um mich kümmern.“
So machte ich mir meinen „Mach es allen recht“-Antreiber zum Freund und ich lasse mich von ihm nicht länger mit einer Peitsche antreiben.

Heute belasten mich meine Antreiber nicht mehr. Ganz im Gegenteil, ich empfinde sie als sehr förderlich. Zum Beispiel gebe ich zu jeder Zeit mein bestes. Früher meinte ich, alles perfekt machen zu müssen. Ebenfalls eine Aufgabe, an der man nur scheitern kann. Heute belastet mich dieser Antreiber nicht länger. Zwar gebe ich zu jeder Zeit mein bestes, doch dies mache ich aus einer Freude heraus (statt aus einem inneren Druck). Ich mache dies, einfach weil mich das, was ich tue, so sehr interessiert und begeistert. Ich habe mich für einen Bereich entschieden, in dem es unendlich viel zu erfahren und zu lernen gibt. Es wird nicht der Zeitpunkt kommen, dass ich alles erfasst habe, somit „fertig“ bin und fortan alles perfekt mache. „Perfekt“ ist ein Wort, das in diesem Kontext für mich nicht logisch erscheint. Meiner Meinung nach ist „stimmig“ und „passend“ viel geeigneter. Und so bin ich neugierig und genieße den Prozess, während ich jederzeit mein bestes gebe und Freude dabei habe.

Welcher Antreiber für Dich aktuell besonders dominant und möglicherweise hinderlich ist, kannst Du mit dem Antreiber-Tests herausfinden. Diesen findest Du in meinem Antreiber-Workbook, das Du Dir hier direkt herunterladen kannst. Anschließend führe ich Dich durch den Prozess, in dem Du Deine ganz individuelle Herangehensweise entwickelst. Denn eine von Dir entworfene maßgeschneiderte Technik ist viel besser als jede Lösung eines anderen.

Also: Hier geht’s zum Test und Deiner Übung, mit der Du Deine Antreiber zum Verbündeten machst. So kannst Du bewusst, selbstbestimmt und kraftvoll im Einklang mit Deinen Antreibern leben.

Teile anschließend gerne Dein Ergebnis und Deinen geplanten Umgang mit Deinem dominanten inneren Antreiber. Durchs Aufschreiben und Teilen kannst Du Deinem Prozess nämlich zusätzliche Kraft verleihen. Dies ist es ein mutiger Schritt, Dich nicht länger von Deinem inneren Antreiber unbewusst herumkommandieren zu lassen.

Ich wünsche Dir viel Mut und Bewusstsein im Alltag beim Umgang mit Deinen inneren Antreibern!

Alles Liebe

Chris

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