Wie du es schaffst, leichter ins Meditieren hinein zu kommen

Christinabewusst & erfüllt lebenKommentar hinterlassen

Das Handy piepst, es leuchtet eine Nachricht mit einem grünen Symbol auf. Da wird auf dem Tablet oder Laptop durch den blauen Newsfeed gescrollt und sich durch Videos, Bilder und Nachrichten geklickt. Und selbst wenn das Handy nicht piepst, fällt der Blick ständig darauf.

Viele Reize prasseln gleichzeitig auf uns ein, die Anspannung steigt, abends fallen wir erschöpft aufs Sofa, doch lassen uns weiter berieseln. Der Schlaf reicht häufig nicht zur Regeneration aus, und die Unruhe wirkt möglicherweise auch dort weiter. Erholung – Fehlanzeige. Verschaffen wir uns nicht die notwendigen Ruhepausen, sind Krankheiten die Folge.

Eine jahrtausendealte Methode kann Abhilfe schaffen: Meditation.

Doch sind wir es gewohnt von Reizen überschüttet zu sein, wirkt es zunächst langweilig und womöglich gar esoterisch, ganz in Ruhe zu sein.

Eine gute Nachricht: Wie beim Tanzen (wobei man übrigens auch meditative Zustände erreichen kann), fällt das Meditieren zunehmend leichter, je mehr man es macht.

Beim Meditieren tauchen wir immer tiefer in uns ein. „Es ist ein Stillwerden des bewußten Getriebes und es meldet sich, es zeigt sich etwas, was auch immer vorher da war. Überhaupt, man wird durch die Meditation kein anderer, sondern erst der, der man immer gewesen ist.“ (Carl Friedrich von Weizsäcker)

Was dir am Anfang beim Meditieren helfen kann

An sich klingt Meditieren technisch gar nicht so schwer: Im Prinzip geht es nur darum zur Ruhe zu kommen, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten und zu halten.

Anfangs ist das aber gar nicht so einfach. Folgende Tipps können dir helfen, deine ganz eigene Meditationspraxis zu entwickeln.

Geführte Meditation

Diese kann im Liegen erfolgen. Bei guten geführten Meditationen wird die linke und rechte Gehirnhälfte synchronisiert und ein tiefer Bewusstseinszustand erreicht wird. Gerade für intellektbetonte Personen, die vorwiegend ihre linke Gehirnhälfte nutzen, kann es ein guter Weg sein, sich aufs Meditieren einzulassen.

Immer zur selben Zeit

Wenn du beispielsweise jeden Morgen nach dem Zähneputzen 5-10 Minuten zum Meditieren nutzt, dann gewöhnst du dich an diesen Rhythmus und kommst zunehmend leichter ins Meditieren hinein.

Rituale schaffen und ankommen

Stimme dich jedes Mal auf die gleich Art und Weise aufs Meditieren ein. Das kann das Anzünden einer Kerze, gefolgt von drei tiefen Atemzügen mit Blick auf die Flamme sein oder das Anziehen deiner bequemen Kleidung, die du gerne zum Meditieren nutzt. Du kannst aber auch ein Räucherstäbchen anzünden oder dich vorher ordentlich strecken – was immer dir dabei hilft, anzukommen und zur Ruhe zu kommen in diesem Moment.

Stimme dich innerlich ein, komm an: Hier und Jetzt.

Lockere, bequeme Kleidung

Die Kleidung sollte nicht einengen. Sie sollte weder den Atemfluss noch die Entspannung stören. Du solltest dich wohlfühlen.

Ruhiger, ungestörter Ort

Wähle einen Ort, an dem du dich wohlfühlst und dich nichts ablenkt. Frische Luft tut gut.

Lass das Handy im Nebenraum oder stelle es beispielsweise auf Flugmodus. Schließe die Tür zum Zimmer, in dem du meditieren möchtest. Ein Schild „Bitte nicht stören“ mag helfen. Sorge dafür, dass dich niemand – auch kein Haustier – stört.

Nimm dir Zeit

So banal es klingen mag, aber genau an diesem Punkt scheitert es häufig. Denn die Zeit, die ursprünglich vielleicht fürs Meditieren vorgesehen war, fällt dann vermeintlich Wichtigerem zum Opfer. Und ehe man sich versieht, ist wieder eine Woche ohne meditieren vergangen. Also: feste Zeiten setzen und einhalten.

Lies meine Abrechnung mit dem Mythos „Ich habe keine Zeit zum Meditieren“ in meinem Blogartikel „Meditation: Deine Bedenken auf dem Prüfstand“.

Wenn nach der Meditation noch etwas ansteht, dann fällt der Blick anfangs gerne auf die Uhr. Tipp: Keine Uhr im Blickfeld haben und stattdessen einen Wecker stellen (aber Vorsicht, welcher Ton dich dann aus der Meditation reißt). Oder du kannst beispielsweise, wenn du dein Handy im Flugmodus hast, eine Meditations-App mit Gong nutzen (ich verwende dazu gelegentlich die „Meditation Time“ App).

Die Einstellung ist entscheidend

Willst du es wirklich? Wenn ja: triff eine feste Vereinbarung mit dir: Wann und wie oft möchtest du wie lange meditieren?

Ohne Erwartungen offen für die Erfahrungen sein

Meditation sollte mit der Haltung des Anfängergeistes geübt werden: offen und neugierig, als würde es jedes Mal das erste Mal sein.

„Weil wir nichts erreichen müssen, können wir alles erreichen.“ (Ruediger Dahlke)

Nicht unnötig pushen

Versetze deinen Körper vor dem Meditieren nicht unnötig in einen Koffein-Rausch, denn sonst dauert es deutlich länger zur Ruhe zu kommen.

Gemeinsam meditieren

Wenn du es alleine nicht schaffst regelmäßig zu meditieren, suche dir einen Kurs. Mittlerweile gibt es ein breit gefächertes Angebot.

Wenn es bei einem Meditations-Trainer nicht passt, suche dir einen anderen. Ich habe auch verschiedene Kurse von unterschiedlichen Trainern mitgemacht. Das hat mir zum einen geholfen, herauszufinden, was für mich gut funktioniert (denn es gibt viele Techniken zu meditieren) und zum andere hat mir die Gruppe geholfen, dabei zu bleiben. Ich muss gestehen, dass ich zunächst nach Kursende nach einer Weile nachlässig wurde. Also musste einfach der nächste Kurs her. Das hat mir sehr geholfen, wirklich rein zu kommen ins Meditieren und viele verschiedene Erfahrungen zu sammeln. Rückblickend war das auch eine super Vorbereitung auf meine Entspannungstrainer- sowie Meditationslehrer-Ausbildung.

 

Ich wünsche dir einen guten Einstieg ins Meditieren!

Wie das konkret aussehen kann, erfährst du im Artikel „3 Möglichkeiten, wie es jeder schafft zu meditieren“.

Wenn du noch Zweifel haben solltest, schaue dir meinen Artikel „Meditation: Deine Bedenken auf dem Prüfstand“ an.

Falls du noch nicht ganz überzeugt bist, habe ich für dich „30 Gründe, warum du noch heute mit dem Meditieren anfangen solltest (wissenschaftlich belegt)„. 

Alles Liebe

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