Ein gutes Leben?

Christinabewusst & erfüllt lebenKommentar hinterlassen

Lebensfrohe, junge Frau mit Hut und Sommerkleid auf einer Brücke mit Fluss, Brücke und Grün im Hintergrund

Größer, schneller, besser. Irgendwas ist immer zu optimieren. Sogar wir selbst. Wir hetzen durch die Gegend, jagen unseren Terminen und To-dos hinterher.

Dabei rennen wir doch eigentlich einer Vorstellung nach: Der Vorstellung, das wir glücklich sind, wenn wir an diesem magischen Punkt angekommen sind. Und genau das ist sie: eine Vor-Stellung. Sie steht unserem eigentlichen Ziel im Weg bzw. vor. Wir wollen glücklich sein und glauben, dass wir dazu erst einen bestimmten Job, ein bestimmtes Gehalt, einen bestimmten Partner, ein bestimmtes Zuhause etc. haben müssten.

Doch wie oft stellt sich heraus, dass es lediglich eine Illusion ist, dass wir glücklich und zufrieden sind, wenn wir an diesem bestimmten Punkt angekommen sind.

Der Moment ist da, doch das gewünschte Gefühl stellt sich nicht ein. Das viele Aufopfern und dafür Kämpfen – war es das wert?

Vielleicht fehlt nur noch ein bisschen hier, ein bisschen da? Doch auch dann lässt das erwünschte Gefühl noch auf sich warten?

Was macht ein gutes Leben also aus?

Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Wir bringen alle ein ganz individuelles Repertoire an Stärken, Interessen und Erfahrungen mit in diese Welt. Und das ist gut so. Entsprechend gibt es nicht das eine richtige Lebensmodell.

Ein paar allgemeine Aspekte, die bei der individuellen Beantwortung der Frage hilfreich sein können, hört man jedoch immer wieder von Menschen, die kurz vor ihrer letzten Reise stehen. Die Palliativpflegerin Bronnie Ware hörte ihnen aufmerksam zu und schrieb darüber ein Buch: „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen. Einsichten, die ihr Leben verändern werden“:

  1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.
  2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
  4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.
  5. Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.

Dies sind alles Punkte, die sich in der Lebensweise widerspiegeln.

Die Lebenseinstellung hat einen maßgeblichen und langfristigen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Warum also auf die nächste Beförderung oder den perfekten Partner warten , um ein gutes Leben zu leben?

Ein gutes Leben ist kein Zielpunkt, etwas, wo wir irgendwann ankommen.

Ein gutes Leben ist eine Haltung, die Brille, durch die wir die Welt sehen.

Schon Buddha sagte: „Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich-sein ist der Weg.“

Ist ein gutes Leben ganz leicht?

Es ist also eine Frage der Einstellung. Und gleichzeitig eine der Bewusstheit. Es wird nicht immer leicht sein, die Brille einfach so aufzusetzen. Aber wir können erkennen, wenn wir in alte Muster verfallen und versuchen diese zu unterbrechen, uns aber auch nicht geißeln, wenn wir es mal nicht schaffen.

Die entsprechende Lebenseinstellung bewahrt uns jedoch nicht vor schwierigen Erfahrungen. Wir leben in einer Welt der Polarität, in der Freude und Schmerz dazu gehören. Wir können das eine nicht ohne das andere haben. Ein gutes Leben schließt schwierige Phasen nicht aus. Aber wir können entscheiden, wie wir mit den schwierigen Erfahrungen im Leben umgehen und trotzdem ein gutes Leben führen.

Kommen wir an einen Punkt, an dem wir mit unserem bewährten Denken und Handeln nicht weiter kommen, so kann dies als großes Problem betrachtet werden oder als Herausforderung, die Perspektive zu erweitern und sich weiter zu entwickeln. Ersteres entspricht Resignation. Letzteres entspricht Wachstum.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wenn wir uns der Herausforderung nicht stellen, kommt sie immer wieder – in den verschiedensten Ausprägungen – bis wir endlich daraus gelernt haben.

Es wird zwar nie der Punkt kommen, an dem es keine Probleme mehr gibt, aber wir können entscheiden, ob wir sie als Herausforderungen und Einladungen zum Wachstum sehen oder nicht. Wir können lernen, spielerischer damit umzugehen.

Und je größer die Herausforderungen, je mehr traut uns das Leben wohl zu.

Danke, liebes Leben!

Wir können jeden Augenblick entscheiden:

Wollen wir wachsen und genießen, was uns das Leben schenkt?

Wir müssen nur durch die richtige Brille schauen.

Es geht nicht darum, ein gutes Leben zu haben, sondern ein gutes Leben zu führen.

Bist du bereit für den Prozess oder wartest du noch auf den Zeitpunkt?

Bist du bereit, ein gutes Leben zu führen?

 

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